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Was die Außerklinische Intensivpflege ausmacht

Bei der außerklinischen Intensivpflege handelt es sich um eine spezialisierte Form der Behandlungspflege für Menschen mit schwersten Erkrankungen, die außerhalb eines Krankenhauses kontinuierliche medizinische und fachpflegerische Betreuung benötigen.

Ziel dieser intensiven Betreuung ist es, lebensbedrohliche Situationen, die täglich und unmittelbar auftreten können, frühzeitig zu erkennen und durch sofortige Maßnahmen abzuwenden. Denn die Betroffenen sind nicht in der Lage, sich selbstständig zu helfen, zum Beispiel wenn eine Trachealkanüle mitsamt Beatmung getrennt wird. In diesen Situationen brauchen sie schnelle professionelle Hilfestellung, um die Lebensgefahr abzuwenden.

Akkordeon

 

 

Besondere Versorgung, hoher Aufwand

Durch das Vorhalten von medizinischen Gerätschaften sowie der Rund-um-die Uhr-Betreuung durch speziell ausgebildete Pflegefachkräfte ist die AKI ein sehr kostenintensiver Bereich, zumal es unterschiedliche Betreuungsschlüssel gibt. So wird beispielsweise in der Häuslichkeit eine Eins-zu-eins-Betreuung durchgeführt.

Versicherte haben die Möglichkeit im Rahmen eines persönlichen Budgets ihre Pflege selbst zu bestimmen und zu organisieren. Pflegeleistungen, Therapien oder Assistenzdienste bezahlen sie also selbstständig. Das persönliche Budget ist eine Geldleistung (§ 29 SGB IX), die durch einen Vertrag zwischen dem oder der Versicherten auf der einen und der Krankenkasse auf der anderen Seite geschlossen wird. Allerdings nutzten nur vier Prozent der von uns im letzten Jahr begutachteten Personen dieses persönliche Budget. Der Großteil der Patientinnen und Patienten wird im Rahmen der zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern geschlossenen Verträge versorgt.

AKI als Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe

Außerklinische Intensivpflege schafft ein Umfeld, in dem auch schwerstkranke Menschen gut und selbstbestimmt leben können. Abseits der Häuslichkeit können das auch spezielle betreute Wohnformen und -gemeinschaften sein. Einige Betroffene können dank der Begleitung durch eine Pflegefachkraft sogar in den Kindergarten, die Schule oder an einen Arbeitsplatz gehen. Das schafft für sie Selbstständigkeit, Partizipation und Freiheiten.