Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus
Informationen für Leistungserbringer zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Transsexualismus
Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus - Einfach und verständlich
Für die sozialmedizinische Begutachtung geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Transsexualismus sind, abhängig von der beantragten Maßnahme, Unterlagen verschiedener Leistungserbringender erforderlich. Eine abschließende Beurteilung ist erst möglich, wenn die hierfür erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen.
Grundlagen der sozialmedizinischen Begutachtung bei Transsexualismus
Die sozialmedizinische Begutachtung von geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Transsexualismus erfolgte bis 2023 auf Grundlage der Begutachtungsanleitung / Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes „Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus (ICD-10, F64.0)“ vom 31.08.2020.
Da bislang keine sozialmedizinischen Vereinbarungen für die Kostenübernahme von geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Transsexualismus getroffen wurden (Vorgaben im SGB V und Richtlinien / Empfehlungen des Gemeinsamen Bundesausschusses), basiert die Begutachtungsanleitung auf der zu dem Zeitpunkt geltenden Rechtsprechung des Bundessozialgerichts. Diese bezieht sich ausschließlich auf erwachsene Personen. Daher liegen für die Kostenübernahme von geschlechtsangleichenden Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen keine Kriterien vor.
Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 19.10.2023 (Az. B 1 KR 16/22 R) entschieden, dass körpermodifizierende Maßnahmen zur Behandlung einer Geschlechtsinkongruenz als neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dem Verbot mit Erlaubnisvorbehalt nach § 135 SGB V unterliegen. Solange keine Richtlinie / Empfehlung durch den G-BA verabschiedet wurde, besteht ein Anspruch auf Kostenübernahme nur, wenn die zuständige Krankenkasse das Vorliegen eines Vertrauensschutzes feststellt.
Wenn diese Voraussetzung vorliegt, kann die Krankenkasse den zuständigen Medizinischen Dienst weiterhin damit beauftragten, eine sozialmedizinische Begutachtung nach den fachlichen Kriterien der Begutachtungsanleitung von 2020 durchzuführen.
Sozialmedizinische Begutachtung
Die sozialmedizinische Begutachtung erfordert eine eigenständige Beurteilung des Einzelfalls. Hierzu müssen den Gutachterinnen und Gutachtern ausreichend detaillierte Darstellungen der individuellen Situation, des Krankheits- und Behandlungsverlaufs sowie aussagekräftige medizinische und psychotherapeutische Befunde vorliegen. Nur so kann eine fundierte sozialmedizinische Bewertung der beantragten Maßnahmen erfolgen.
Welche Unterlagen werden zur Begutachtung benötigt?
Die für die Begutachtung erforderlichen Unterlagen sind für jede beantragte Maßnahme gesondert aufgeführt.
Akkordeon Transsexualismus
Hormonbehandlung (Frau zu Mann) / maskulinisierende Hormonbehandlung
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine gynäkologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Endokrinologischer Befundbericht mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung (mit Angabe der Medikamente, die verabreicht werden sollen)
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Hormontherapie und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
Mastektomie
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine gynäkologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Befundbericht der operativen Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
Genitalchirurgische Eingriffe (Frau zu Mann)
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine gynäkologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Befundbericht der operativen Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
Hormonbehandlung (Mann zu Frau) / feminisierende Hormonbehandlung
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Endokrinologischer Befundbericht mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung (mit Angabe der Medikamente, die verabreicht werden sollen)
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Hormontherapie und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
Epilationsbehandlung der Barthaare und / oder der Haare an den Händen
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Dermatologischer Befundbericht mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Epilation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
4. ärztlich erstellte, sachdienliche, aktuelle, farbige Fotodokumentation mit:
- klarer Darstellung der Areale der Behaarung
- Erstellungsdatum
- Namen der abgebildeten Person und der erstellenden Person / Einrichtung
Bei geplanter Barthaarepilation sind zusätzlich erforderlich:
- Abbildung des Gesichts von frontal, schräg seitlich und seitlich beidseits (auch in Übersicht)
- Angabe der Dauer zwischen der Erstellung der Fotodokumentation und der letzten Rasur
Operativer Brustaufbau
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Endokrinologischer Befundbericht mit:
- Darstellung der bisherigen Hormontherapie mit Angabe von Präparaten und Dosierungen, Dauer, Wirkung und Verträglichkeit
- Angaben zu evtl. Unterbrechungen der Hormongabe und den entsprechenden Gründen
- Beurteilung der Hormonspiegel (Lagen diese unter der Behandlung im Zielbereich biologischer Frauen? Wenn ja, seit wann?)
- Verlaufsdokumentation der Hormonspiegel anhand von Laborbefunden
4. Befundbericht der operativen Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
- Angaben zum Brustumfang auf Höhe der Mamillen (Oberbrustweite) und auf Höhe der Submammärfalten (Unterbrustweite)
5. ärztlich erstellte, sachdienliche, aktuelle, farbige Fotodokumentation des unbekleideten Oberkörpers von frontal, schräg seitlich und seitlich bds. mit:
- vollständiger Abbildung von Schulter- und Beckengürtel
- Erstellungsdatum
- Namen der abgebildeten Person und der erstellenden Person / Einrichtung
Genitalchirurgische Eingriffe (Mann zu Frau)
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Befundbericht der operativen Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
Chondrolaryngoplastik
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Befundbericht der operativen Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Nachweis einer ärztlichen Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
4. ärztlich erstellte, sachdienliche, aktuelle, farbige Fotodokumentation des Halses von frontal, schräg seitlich und seitlich bds. (ggf. in Reklination) mit
- vollständiger Abbildung von Gesicht und Schultern (in Übersicht)
- Erstellungsdatum
- Namen der abgebildeten Person und der erstellenden Person / Einrichtung
Glottoplastik
1. (aktueller) psychiatrischer / psychotherapeutischer Befund- und Verlaufsbericht mit:
- Darstellung der Geschlechtsidentität und der transsexuellen Entwicklung
- Aussage zur Sicherung der Diagnose Transsexualismus F64.0
- Darstellung der psychiatrischen Differenzialdiagnostik
- Aussage zum Ausschluss bzw. zur Stabilität psychischer Komorbiditäten und zur psychischen Stabilität bezüglich der Durchführung der beantragten Maßnahme
- Schilderung des individuellen Leidensdrucks und der ggf. dadurch bedingten Beeinträchtigungen
- Bescheinigung einer den Transitionsprozess begleitenden Psychotherapie mit Angabe der Therapieinhalte, der Dauer und des Umfangs sowie nachvollziehbarer Darstellung, dass psychiatrische/ psychotherapeutische Mittel zur Behandlung des Leidensdrucks ausgeschöpft wurden
- Darstellung der therapeutisch begleiteten Alltagserfahrungen in der gewünschten Geschlechtsrolle (mit Angabe von Dauer und Lebensbereichen)
- Beurteilung der Lebbarkeit des Identitätsgeschlechts
- psychiatrischer / psychotherapeutischer Indikationsstellung zu der beantragten Maßnahme
Hinweis:
Es werden zu psychischen Komorbiditäten (Ausschluss / Stabilität), Leidensdruck, Ausschöpfung therapeutischer Mittel und Indikationsstellung Angaben benötigt, die auf aktuellen (maximal sechs Monate alten) Befunden basieren. Vor diesem Hintergrund muss aus dem Bericht hervorgehen, wann die letzte psychiatrische / psychotherapeutische Befunderhebung durchgeführt wurde.
2. Befundbericht über eine urologische / andrologische Untersuchung mit:
- Darstellung von Anamnese und Untersuchungsbefund der Genitalorgane zum Nachweis, dass somatische Differenzialdiagnosen (Störungen der Geschlechtsentwicklung, "Intersexualität") ausgeschlossen wurden
Hinweis:
Dabei muss es sich nicht um einen aktuellen Bericht bzw. um aktuelle Befunde handeln. Wenn bereits in der Vergangenheit eine urologische / andrologische Untersuchung durchgeführt wurde, kann auch der entsprechende Befund vorgelegt werden.
3. Befundbericht der der operativen (HNO-ärztlichen) Leistungserbringenden mit:
- Darstellung der durchgeführten Untersuchungen
- Darstellung der geplanten Behandlung
- somatisch-ärztlicher Indikationsstellung zu der geplanten Behandlung
- Bestätigung, dass eine ärztliche Aufklärung über die Operation und die damit verbundenen Risiken und Folgen durchgeführt wurde
- Befund der aktuellen Stimmfeldmessung (mit Datumsangabe)
- laryngoskopischer Befund
4. Logopädischer Bericht mit Angaben zu
- Dauer und Umfang der Behandlung
- Beurteilung des Verlaufes und des Behandlungsergebnisses
- prognostischer Einschätzung