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Auch in Zukunft sicher für Patientinnen und Patienten

Bereits vor seinem Inkrafttreten wurde das IPReG aufmerksam und zum Teil kritisch begleitet. Besonders Vertreterinnen und Vertreter aus Betroffenenorganisationen befürchteten, dass sich die Lebenssituation von Menschen mit einem hohen Bedarf an medizinischer Behandlungspflege durch das Gesetz verschlechtern könnte.

Aus der bisherigen Erfahrung des Medizinischen Dienstes mit der außerklinischen Intensivpflege in Berlin und Brandenburg lässt sich jedoch ein überwiegend positives Fazit ziehen. Unsere Gutachterinnen und Gutachter stellen in der Mehrzahl der Fälle fest, dass die Versorgung vor Ort sicher und in hoher Qualität erfolgt. Viele Leistungserbringer und verordnende Ärztinnen und Ärzte arbeiten zuverlässig, professionell und im Sinne einer bestmöglichen Patientenversorgung.

Probleme erkennen und gemeinsam lösen

Auffälligkeiten, insbesondere wenn sie struktureller Natur sind, werden von den Gutachterinnen und Gutachtern dokumentiert und unmittelbar angesprochen. Auf diese Weise entsteht für die zuständige Krankenkasse ein transparentes Bild der individuellen Versorgungssituation. Dies ermöglicht es, gemeinsam mit der versicherten Person und ihren Angehörigen gezielt Verbesserungen umzusetzen – beispielsweise durch das Schließen von Versorgungslücken mittels Zielvereinbarungen.

Strittige Fälle werden zusätzlich im interdisziplinären Team der Abteilung besprochen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse und Empfehlungen übermitteln wir an alle relevanten Entscheidungsinstanzen – darunter Kranken- und Pflegekassen, Pflegeeinrichtungen sowie politische Behörden. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht aber auch darin, öffentlich für das Thema zu sensibilisieren. Das tun mit dem vorliegenden Bericht und weiteren geplanten Fachartikeln.

Einsatz von allen Seiten erforderlich

Unsere Hochrechnung von 1.650 Aufträgen für 2024 hat sich bestätigt. Für die Zukunft rechnen wir aber mit weiteren Steigerungen, da zahlreiche AKI-Fälle erstmals vorgelegt werden. Daher optimieren wir im Zusammenspiel zwischen Begutachtungs-, Assistenz- und Führungskräften kontinuierlich unsere Abläufe, um auch künftig jedem Einzelfall gerecht zu werden und unsere Fachkompetenz zum Wohl der intensivpflegebedürftigen Menschen bestmöglich einzubringen.

Die Arbeit zeigt: Während sich der überwiegende Anteil der Versorgung qualitativ hochwertig gestaltet, bestehen nach wie vor strukturelle Versorgungsdefizite in bestimmten Bereichen. Um diese nachhaltig zu schließen, braucht es entschlossenes Handeln. Nur durch ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten – Leistungserbringer, Kostenträger, Fachkräfte und auch Politik – kann gute Versorgungsqualität in der außerklinischen Intensivpflege langfristig sichergestellt werden.

 

Treten Sie in Kontakt mit uns!

Treten Sie in Kontakt mit uns!

Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Bericht. Unser Team ist für alle Fragen und Belange rund um das Thema Außerklinische Intensivpflege erreichbar unter 030-2020233549 und per Mail an aki(at)md-bb.org. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.