Sozialmedizinische Fortbildung für Ärztinnen, Ärzte und weiteres medizinisches Fachpersonal
Einladungstext
Wir laden Sie herzlich ein, am 30. Juni 2026 an unserer Fortbildung zum Thema
"Lebensqualität und Selbstbestimmung – SAPV zwischen Anspruch und Alltag"
teilzunehmen.
Einladungstext
Die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung – kurz SAPV – stellt
eine besondere palliativmedizinische und -pflegerische Versorgungsform
dar in Ergänzung zu Maßnahmen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung und weiteren Versorgungsangeboten.
Erklärte Zielsetzung dieser SAPV ist es, Lebensqualität und Selbstbestimmung von Schwerstkranken mit begrenzter Lebenserwartung so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der gewohnten (häuslichen) Umgebung bzw. stationären Hospizen zu ermöglichen.
Durch Perspektivwechsel mit Fokussierung auf bestmögliche Symptomenlinderung soll es Palliativpatientinnen und -patienten trotz Intensität oder Komplexität der aus dem Krankheitsverlauf resultierenden Probleme ermöglicht werden, in einem ihnen vertrauten soziale Umfeld durch Einsatz eines spezialisierten, multiprofessionellen Palliativteams bis an ihr Lebensende betreut zu werden.
Insbesondere an der Schnittstelle zwischen dieser ausschließlich auf die spezialisierte Palliativversorgung ausgerichteten Versorgungsstruktur zu anderen Versorgungsformen wie häusliche Krankenpflege einschließlich Maßnahmen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung oder der Außerklinischen Intensivpflege ergeben sich häufig Probleme hinsichtlich Definition von Zuständigkeiten bzw. Verordnungs- und Abrechnungsfähigkeit von Leistungen.
Wir freuen uns, Sie zu einem interessanten Austausch, der die vielfältigen Dimensionen in diesem Versorgungsbereich beleuchtet, begrüßen zu dürfen.
Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Axel Meeßen, Vorstandvorsitzender/Leitender Arzt des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg
Eine Zertifizierung mit CME-Punkten ist bei der Ärztekammer Berlin beantragt.
Eine Zertifizierung mit Fortbildungspunkten für examinierte Pflegekräfte wurde von der "RbP - Registrierung beruflich Pflegender GmbH" mit 3 Punkten bestätigt.
Programm
| 16:45 Uhr | | | Eintreffen in den Räumlichkeiten des Medizinischen Dienstes | |
| 17:00 Uhr | | | Einführung: Zwischen Versorgung und Bewertung – Ziele der Fortbildung Dr. med. Axel Meeßen, Vorstandsvorsitzender/Leitender Arzt des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg | |
| 17:10 Uhr | | | „Wenn Heilung nicht mehr das Ziel ist“ – Medizinische Perspektiven aus SAPV und Hospiz Dr. med. Thomas Schindler, Vorstandsvorsitzender von Home Care Berlin e.V. | |
17:40 Uhr | | | „Zwischen Bedarf und Budget“ – Die Sicht der Krankenkassen auf Verträge und Versorgung (Vertragsgestaltung, Genehmigungsprozesse, Steuerung z. B. Vertreter/in einer Krankenkasse) Rebecca Zeljar, Leiterin der Landesvertretung Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) Berlin-Brandenburg | |
| 18:10 Uhr | | | Pause | |
| 18:30 Uhr | | | „Sozialmedizinisch begründet?“ – Die Rolle des MD bei SAPV und Hospizleistungen (Begutachtungskriterien, Stellungnahmen, Fallbeispiele) Anke Gabler, Referentin Ambulante Versorgung und Vergütung des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg | |
| 19:00 Uhr | | | Diskussion: Gemeinsam für eine bedarfsgerechte Versorgung am Lebensende (Fragen, Austausch, Perspektiven) | |
| 19:30 Uhr | | | Verabschiedung Dr. med. Axel Meeßen, Vorstandvorsitzender/Leitender Arzt des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg |