Zum Inhalt springen

Spalten Meldungen

Aktuelle Meldung |

Immer mehr Pflege zu Hause: Wie die Pflegebegutachtung Menschen künftig noch stärker unterstützt

Ein neuer Höchstwert an Pflegebegutachtungen im Jahr 2025, eine wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen und Versorgung, die überwiegend zu Hause organisiert wird: Der neue Report 2026 des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg zeigt, warum Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre An- und Zugehörigen immer wichtiger wird und wie die Begutachtung dazu beiträgt.

Die Zahl der Pflegebegutachtungen im Medizinischen Dienst Berlin-Brandenburg hat sich innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt: von 124.894 im Jahr 2015 auf 225.474 im Jahr 2025. Gleichzeitig zeigt der Report, dass Pflege überwiegend im häuslichen Umfeld stattfindet. 55,6 Prozent der Antragstellenden beantragten Pflegegeld. Nur 8,4 Prozent stellten einen Antrag auf vollstationäre Pflege.

„Der größte Teil der Pflege findet nicht in Einrichtungen statt, sondern zu Hause. Viele Angehörige leisten Tag für Tag Enormes. Ohne dieses Engagement wäre Pflege in Deutschland nicht denkbar. Deshalb müssen wir schon heute darüber sprechen, wie wir Pflegebedürftige und ihre Familien künftig noch besser unterstützen können“, sagt Dr. Axel Meeßen, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg.

Der Report macht zugleich deutlich, dass Pflegebegutachtung weit mehr ist als die Empfehlung eines Pflegegrades. In 89,9 Prozent der Erstbegutachtungen beraten unsere Gutachterinnen und Gutachter zu Heil- und Hilfsmitteln, Präventionsmaßnahmen oder medizinischer Rehabilitation. Ziel ist es, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten und die Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu verbessern. 

„Wir wollen Menschen dabei unterstützen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten und passende Hilfen frühzeitig zu nutzen“, sagt Dr. Meeßen. 

Die Ergebnisse des Reports zeigen außerdem, dass sich die Anforderungen an die Pflegebegutachtung verändern. Pflegebedürftigkeit tritt heute in vielfältigeren und häufig komplexeren Lebenssituationen auf als noch vor einigen Jahren. Deshalb sieht der Medizinische Dienst Berlin-Brandenburg Potenzial, die Pflegebegutachtung künftig noch stärker an den individuellen Bedürfnissen der Versicherten auszurichten und ihre Möglichkeiten in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Beratung weiter auszubauen.

Ein Beispiel dafür ist die im Report vorgestellte Videobegutachtung. Sie kann bestehende Begutachtungsformen in geeigneten Fällen sinnvoll ergänzen. Dabei bleiben die fachliche Qualität der Begutachtung, der Datenschutz und die individuelle Situation der Menschen maßgeblich. 

Den Report Pflegebedürftigkeit 2026 des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg können Sie hier abrufen.

Zurück

Pressekontakt

Pressekontakt des MD Berlin-Brandenburg

Annekatrin Kranepuhl

Foto der Leiterin der Stabsstelle Vorstand, Gremien und Kommunikation sowie stellvertretenden Leiterin des Geschäftsbereichs Unternehmensservice, Annekatrin Kranepuhl

Leiterin der Stabsstelle Vorstand, Gremien und Kommunikation
Medizinischer Dienst Berlin-Brandenburg
Lise-Meitner-Str. 1
10589 Berlin

Telefon: 030/202023-5040

E-Mail: kommunikation(at)md-bb.org