Zum Inhalt springen

Spalten Meldungen

Aktuelle Meldung |

Behandlungsfehlerbegutachtung 2025: Ergebnisse bleiben stabil

Auch 2025 haben die Gutachterinnen und Gutachter des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg Menschen unterstützt, die einen Behandlungs- oder Pflegefehler vermuteten. Insgesamt wurden 1.513 Verdachtsfälle geprüft. In 503 Fällen (33,2 Prozent) bestätigte sich der Verdacht, in 1.010 Fällen (66,8 Prozent) konnte kein Behandlungsfehler festgestellt werden. Die Ergebnisse bewegen sich damit auf dem Niveau der Vorjahre.

Kreisdiagramm des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg zu 1.513 begutachteten Behandlungsfehlervorwürfen im Jahr 2025. In 66,8 Prozent der Fälle wurde kein Behandlungsfehler festgestellt. In 31,5 Prozent der Fälle wurde ein Behandlungsfehler mit Gesundheitsschaden bestätigt. Davon wurde in 28,1 Prozent der Fälle ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Fehler und Schaden nachgewiesen, in 2,2 Prozent kein Zusammenhang und in 1,2 Prozent blieb die Kausalität unklar. In 1,8 Prozent der Fälle lag ein Behandlungsfehler ohne Schaden vor.

Die Jahresstatistik zur Behandlungsfehlerbegutachtung veröffentlichen die Medizinischen Dienste bereits zum 15. Mal in Folge. Sie schafft Transparenz und liefert wichtige Erkenntnisse für die Patientensicherheit.

Wer einen Behandlungsfehler vermutet, kann sich an seine Krankenkasse wenden. Diese beauftragt den Medizinischen Dienst Berlin-Brandenburg mit einer unabhängigen Begutachtung. Für gesetzlich Versicherte ist das Verfahren kostenfrei. Die Gutachterinnen und Gutachter prüfen, ob ein Fehler vorliegt und ob dadurch ein gesundheitlicher Schaden entstanden ist. Nur wenn beides nachgewiesen ist, können Betroffene Schadenersatzansprüche geltend machen.

Die Statistik bildet lediglich die Fälle ab, die zur Begutachtung vorgelegt werden. Da es in Deutschland keine zentrale Erfassung von Behandlungsfehlern gibt, erlaubt sie keine generellen Rückschlüsse auf das tatsächliche Ausmaß von Fehlbehandlungen.

„Wer einen Behandlungs- oder Pflegefehler vermutet, braucht eine unabhängige und verlässliche Einschätzung. Unsere Gutachten helfen Betroffenen, ihre Situation besser einzuordnen, und tragen dazu bei, Transparenz und Vertrauen im Gesundheitswesen zu stärken. Fehlerprävention gelingt dort am besten, wo offen über Risiken gesprochen und aus Erfahrungen gelernt wird,“ sagt Vorstandsvorsitzender und Leitender Arzt Dr. Axel Meeßen.

Downloads

Pressemitteilung der Medizinischen Dienste und des MD Bund vom 20.08.2026 mit bundesweiter Jahresstatistik Behandlungsfehlerbegutachtung 2024 und weiteren Informationen zum Thema

Informationsblatt zur Behandlungsfehlerbegutachtung


Hintergrund

Mit unserer Begutachtung und Beratung sind wir unabhängiger Partner für eine bedarfsgerechte Gesundheits- und Pflegeversorgung in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Mit sozialmedizinischer und pflegefachlicher Expertise stärken wir Solidarität, Qualität und Wirtschaftlichkeit – für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wir unterstützen wir die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Berlin und Brandenburg mit sozialmedizinischen und pflegefachlichen Gutachten. Diese beziehen sich auf die individuelle Versorgung der gesetzlich Versicherten. Zudem prüfen wir die Pflegequalität von Pflegeeinrichtungen. Vermutete Behandlungsfehler begutachten wir ebenfalls. Außerdem stehen wir den Kassen und ihren Verbänden als Berater in Grundsatzfragen zur Seite. Krankenhäuser beauftragen uns mit Strukturprüfungen. Damit können sie Voraussetzungen erfüllen, um bestimmte Leistungen mit den Krankenkassen abrechnen zu können. Mit Leistungsgruppenprüfungen unterstützen wir unsere beiden Bundesländer bei der Krankenhausplanung.

Zurück

Pressekontakt

Pressekontakt des MD Berlin-Brandenburg

Annekatrin Kranepuhl

Foto der Leiterin der Stabsstelle Vorstand, Gremien und Kommunikation sowie stellvertretenden Leiterin des Geschäftsbereichs Unternehmensservice, Annekatrin Kranepuhl

Leiterin der Stabsstelle Vorstand, Gremien und Kommunikation
Medizinischer Dienst Berlin-Brandenburg
Lise-Meitner-Str. 1
10589 Berlin

Telefon: 030/202023-5040

E-Mail: kommunikation(at)md-bb.org