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Behandlungsfehler-Begutachtung: Jahreszahlen 2021 für die Länder Berlin und Brandenburg

Insgesamt 1.516 Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern hat der Medizinische Dienst Berlin-Brandenburg im Jahr 2021 erstellt.

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In 37,6 Prozent der Fälle (absolut 570) wurden Behandlungsfehler festgestellt. Von diesen 570 Fällen wurden bei 547 Versicherten (36,1 Prozent) Behandlungsfehler festgestellt, die bei den Versicherten einen Schaden verursacht haben. Der für die juristische Bewertung wichtige Ursachenzusammenhang zwischen Fehler und Schaden konnte bei 32,9 Prozent (absolut 499) der Fälle bestätigt werden. 

Aus unseren Zahlen können wir keinen Einfluss der Coronavirus-Pandemie auf die Häufigkeit des Auftretens von Behandlungsfehlern ableiten. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen: Aus diesen Begutachtungsergebnissen können keine allgemeinen Rückschlüsse auf die Behandlungsqualität in unserer Region gezogen werden, da die Fallauswahl nicht repräsentativ ist.    

Die festgestellten Fehler betreffen die unterschiedlichsten Erkrankungen und die verschiedensten Behandlungen. Operative Fächer, beispielsweise die Orthopädie und die Unfallchirurgie, kommen unverändert relativ häufig vor, weil vermeintliche Fehler nach Operationen augenscheinlicher sind. 

Dr. Axel Meeßen, Vorstandsvorsitzender und Leitender Arzt des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg, betont den unverändert hohen Nutzen der Gutachten: „Mit unserer interessensneutralen Behandlungsfehlerbegutachtung unterstützen wir gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten auch in Pandemiezeiten bei der Klärung ihres Anliegens. Innerhalb von circa drei Monaten haben sie mehr Klarheit, um über ihr weiteres Vorgehen besser entscheiden zu können.“ 

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