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Behandlungsfehler-Begutachtung: Jahreszahlen 2020 für die Länder Berlin und Brandenburg

Die Zahl der Behandlungsfehlergutachten und deren Ergebnisse liegen unabhängig von der Pandemie erneut auf dem Niveau der Vorjahre: Im Jahr 2020 hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg 1.674 Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt.

Ein Kreisdiagramm zeigt die Ergebnisse der 1.674 Behandlungsfehlerbegutachtungen des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg. Bei 33 Prozent der Fälle wurde ein Behandlungsfehler mit Schaden für die versicherte Person festgestellt. Bei 28,6 Prozent der Fälle wurde ein Zusammenhang zwischen Fehler und Schaden festgestellt. In knapp 65 Prozent der Fälle wurde kein Behandlungsfehler nachgewiesen.

In 33,0 Prozent der Fälle (absolut 552) wurden Behandlungsfehler festgestellt, die bei den Versicherten einen Schaden verursacht haben. Der für die juristische Bewertung wichtige Ursachenzusammenhang zwischen Fehler und Schaden konnte bei 28,6 Prozent (absolut 479) der Fälle bestätigt werden.

Aus unseren Zahlen können wir keinen Einfluss der Coronavirus-Pandemie auf die Häufigkeit des Auftretens von Behandlungsfehlern ableiten. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass es nicht möglich ist, aus diesen Daten allgemeine Rückschlüsse auf die Behandlungsqualität in unserer Region zu ziehen. Denn die Fallauswahl ist nicht repräsentativ.

Die festgestellten Fehler betreffen wie in den Vorjahren die unterschiedlichsten Erkrankungen und Behandlungen. Die operativen Fächer, zum Beispiel die Orthopädie und die Unfallchirurgie, kommen unverändert relativ häufig vor, weil vermeintliche Fehler nach Operationen augenscheinlicher sind.

Dr. Axel Meeßen, Vorstandsvorsitzender und Leitender Arzt des Medizinischen Dienstes Berlin-Brandenburg, betont den unverändert hohen Nutzen der Gutachten: „Mit unserer interessensneutralen Behandlungsfehlerbegutachtung bieten wir den gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten auch in Pandemiezeiten eine zügige und kompetente Unterstützung bei der Klärung ihres Anliegens. Innerhalb von circa drei Monaten haben sie mehr Klarheit, um über ihr weiteres Vorgehen besser entscheiden zu können.“

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